Was sind eure Erwartungen an dieses Experiment?
Silvan: Ich begegne dem Experiment mit Offenheit und sehe einen akustischen Möglichkeitsraum, um verschiedene Ideen auszuprobieren. Für die Zeit im Experimenthaus möchten wir den Blick auf eine Dimension richten, die in der Auseinandersetzung mit Wohnen, Raum und Architektur oft überhört bleibt: Der Klang.
Valentina: Das temporäre Format gibt uns Form und Fokus. Das rudimentär möblierte Haus und ein lauschiger Garten ermöglichen uns für die Dauer eines Jahres die Konzentration auf das Wesentliche.
Ein Experiment birgt aber immer auch eine gewisse Unberechenbarkeit. Wir möchten uns diese Offenheit bewahren, wenn wir gleichzeitig der Frage nachgehen, wie das Experimenthaus klingt oder klingen kann. Wir freuen uns auch auf den Austausch mit dem Anwohner:innen der Siedlung, auf überraschende Begegnungen und hoffentlich Interessierten, die ebenfalls Teil des Experiments werden.
Was habt ihr vor im Experimenthaus?
Silvan: An unseren geplanten Salons haben wir vor, die klangliche Qualität des Experimenthauses zu untersuchen. Obwohl die Klänge des Wohnens ständige Begleiter unseres Alltags sind und uns unbewusst prägen, werden sie von uns oft überhört. Mit räumlichen Installationen und musikalischen Interventionen im und rund um das Haus möchten wir diese Klänge erforschen und erfahrbar machen und gemeinsam mit unseren Gästen der Frage nachgehen: Wie klingt Wohnen?
Für die jeweiligen Salons werden spezifische Gäste angefragt: Musiker:innen und Klangkünstler:innen sind eingeladen, mit vorhandenen Klängen zu arbeiten, sie zu erweitern und neue akustische Dialoge entstehen zu lassen.
Valentina: Unsere Salons sind als lebendige, musikalische Formate gedacht, in denen sowohl die Gäste als auch wir selbst aktiv eingebunden sind. Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Hören: Gemeinsam wollen wir den Klängen und Geräuschen lauschen und erleben, wie sich das Haus in einen Resonanzraum verwandelt.